Konfliktschock
Ursache von Krebs

Jo Conrad


Die Geschichte der krebskranken Olivia aus Österreich wurde sowohl von Medizinern als auch einer breiten Öffentlichkeit verfolgt. Die emotions- geladenen Berichte der Massenmedien verhinderten eine sachliche Auseinandersetzung mit der Neuen Medizin des Dr. med. Ryke Geerd Hamer, der nur noch als Scharlatan und Wunderheiler bezeichnet wurde.

Nachdem seine Erkenntnisse nun von einer slowakischen Universität überprüft und anerkannt wurden, wollen wir einmal betrachten, was sich abseits des Boulevardjournalismus darüber sagen läßt. Immerhin erfuhr man von der Anerkennung der „Neuen Medizin" und der Überprüfung durch die Universität nichts. Und das nach all dem öffentlichen Interesse an dem Fall der kleinen Olivia und der Verhaftung Dr. Hamers.
Unterschrieben vom Dekan der Fakultät, dem Vorsitzenden der Kommission und dem Prorektor für Forschung gaben die Universität Trnava am
11.9.1998 diese Bestätigung heraus.

Daß psychische Dinge bei Krankheitsgeschehen eine Rolle spielen können, wird von der Schulmedizin kaum noch geleugnet. An Dr. Hamer scheiden sich jedoch die Geister. Er behauptet, daß die seelischen Abläufe die Hauptrolle bei Krebs spielen.

Als die Eltern der kleinen Olivia vom Krebs ihrer Tochter erfuhren, war das zunächst ein Schock. In seinem Buch „Olivia - Tagebuch eines Schicksals" beschreibt ihr Vater, Helmut Pilhar, wie er bei den verschiede- nen Untersuchungen im AKH Wien Beobachtungen machte, die ihn an der Kompetenz der Schulmediziner zweifeln ließ. So las er z.B. Warnschilder über den Umgang mit Zytostatika und stellte sich die Frage, wie diese offenbar hochgiftigen Substanzen heilen sollten?

Zunächst noch skeptisch befaßte er sich mit alternativen Heilmethoden und besuchte auf Empfehlung schließlich mit Frau und Tochter Dr. Hamer in seiner Praxis in Köln. Die einfühlsame Art Hamers und seine offensichtliche Erfahrung und Kompetenz bei der Diagnose von CTs überzeugte die Eltern mehr als das, was sie bisher erlebt hatten.

Helmut Pilhar schreibt in sein Tagebuch:
„Dr. Hamer sprach ruhig und liebevoll. Zuerst griff er nach den von uns mitgebrachten Kopf-CTs und hängte sie an die Leuchtwand (...).
Er korrigierte die Bezeichnung Wilmstumor auf Nierenzyste und erklärte, daß die Schulmediziner für eine Zyste in verschiedenen zeitlichen Stadien verschiedene Namen hätten. Betreffend dieser Nierenzyste bräuchten wir uns nicht mehr zu sorgen, aber er nahm nochmals seine Vergrößerungs- lupe zur Hand und betrachtete etwas eindringlicher das CT an der Wand. Im Leberrelais erkannte er ein zweites Geschehen, das sich noch nicht in Lösung befand. Aber auch diesbezüglich bräuchten wir uns keine weiteren Sorgen zu bereiten, wenn wir verschiedene Umstände entsprechend verändern würden.

Das Bemerkenswerte an der Diagnosestellung war, daß er lediglich die Kopf-CTs vor sich hatte.
Bei weiterer Betrachtung der Abdomen-(Unterleibs)-CTs fand er beides bestätigt. (...) Die Nierenzyste sei auf einen Wasserkonflikt zurückzuführen, der noch aktive Leberkrebs auf einen Verhungerungskonflikt.

Ein Wasserkonflikt hätte mit einem isolativen Schockerlebnis in Verbindung mit Flüssigkeit zu tun. Wir überlegten eine Weile und erinnerten uns an einen Vorfall auf einem Schwimmteich, bei dem Olivia im Arm ihrer Tante Veronika wegen eines offenen Ventils einer der drei Kammern des Schlauchbootes in Panik geraten war.

Den Verhungerungskonflikt vermutete Dr. Hamer darin, daß Erika, ihre Mutter, wegen ihres Jobs als Handarbeitslehrerin nun nicht mehr Olivia wie gewohnt bekochen konnten und dies nun von Erikas Mutter übernommen wurde. Die Großmutter konnte allderdings den Ansprüchen der kleinen Olivia in vielem nicht gerecht werden, so daß Olivia oftmals das Essen verweigerte, bzw. oft regelrecht zum Essen gezwungen werden mußte.
Hamer machte uns noch darauf aufmerksam, daß Olivia des Nachts nun öfter starken Nachtschweiß entwickeln werde, was als Zeichen von Tbc gedeutet werden könne. Auch dieser Vorgang wäre von der Natur sinnvoll vorbereitet."

Nicht nur in diesem Fall erlebten die Pilhars, wie Hamers Voraussagen für die Entwicklung des Krebsgeschehens waren - im Gegensatz zu denen der anderen Onkologen, deren prophezeite Überlebensdauer für Olivia zwischen wenigen Wochen und vielen Monaten schwankte. Das Rührstück um die kleine Olivia mit dem dicken Wilmstumor wurde zum öffentlich ausgetragenen Glaubenskampf.

Während die Berichterstattung der Medien den Tenor hatten, daß die Chemotherapie Olivia quasi in letzter Sekunde retten konnte, nachdem man den Eltern das Sorgerecht entzogen und eine Zwangsbehandlung ange- ordnet hatte, ließ sich später beim Sichten der Krankenakten die Proble- matik der pharmazeutischen Methodik erkennen; denn wie so viele Krebs- patienten starb Olivia beim ersten Einsatz der Zytostatika. Natürlich wurde sie reanimiert und lebt immer noch. Rippenbrüche und eine Lungenver- letzung durch eine Rippe zeugen von den Wiederbelebungsmaßnahmen.

Daß die Ärzte des AKH Wien sich lange weigerten, die Krankenakte Olivia den Anwälten der Pilhars zu überlassen, zeigt, daß sie selber nicht so überzeugt waren, daß alles so ideal klappte, wie die Onkologen es gerne darstellen. Es läßt sich kaum leugnen, daß trotz modernster Erkenntnisse heute kaum mehr Menschen vom Krebs gerettet werden als noch vor zwanzig Jahren.

In der Neuen Medizin sind Computertomographien für Hamer das Diag-
nosemittel schlechthin; ein Blick auf ein Gehirn-CT läßt ihn - ohne Kenntnis der Krankengeschichte - Lokalisation, Ursache und Phase des Krebs- geschehens erkennen.

Nach seiner „Eisernen Regel des Krebs" bewirkt ein heftiger Konflikt- schock, den der Patient seelisch nicht verkraften kann, eine Ableitung des Konflikts in den Körper. Die Art des Konfliktes spiegelt sich im Gehirn wieder, wo die Lokalisation in direkter Affinität zum Konfliktinhalt steht und wiederum auch ein bestimmtes Organ von diesem Sonderprogramm betroffen ist. Je nach Phase des Krebsgeschehens sieht die Stelle im Gehirn anders aus, so daß Hamer auch den Zeitpunkt des Konfliktes sehr genau bestimmen kann. In vielen Fällen ist der Konflikt bereits bewältigt und das Sonderprogramm durchlaufen, was die erstaunliche Behauptung enthält, daß Krebs von selbst heilt, wenn der Konflikt bewältigt ist.

Die Diagnosemethode der Neuen Medizin ist überdeterminiert, d.h. Gehirn- CT, Organ-CT und die psychische und konstitutionelle Verfassung des Patienten bestätigen sich gegenseitig.

Der dicke Bauch der kleinen Olivia war für alle sichtbar und löste ent- sprechend Empörung darüber aus, daß die Eltern sich der schulmedizi- nischen Behandlung verweigerten. Aber natürlich war das keine Totalver- weigerung, denn in Hamers Büchern ist durchaus nachzulesen, daß er zur Operation rät, wenn ein Organ zu viel Raum fordert.

Auch im Fall Olivia hätte er eine Operation nicht abgelehnt, obwohl es die Massenmedien so darstellten, um ihn zum sturen Sadisten abzustempeln, wie es offenbar die Stoßrichtung der Berichterstattung war. Eine operative Entfernung der Nierenzyste wäre durchaus akzeptiert worden, nicht jedoch die Zwangsbehandlung mit Zytostatika, von denen Fachleute wissen, wie giftig sie sind. Olivias dicker Bauch war aber hauptsächlich auf eine Leberschwellung zurückzuführen. Eine operative Entfernung der kleinen Nierenzyste hätte genügt. Statt dessen wurde die gesamte Niere entfernt und zusätzlich eine Zwangschemotherapie durchgeführt.

Die Details der Hamerschen Erkenntnisse füllen ganze Bücher, sind jedoch in der Zweiphasigkeit des Krebsgeschehens und in der Einbeziehung der Entwicklungsgeschichte der Keimblätter des Körpers einleuchtend und nachvollziehbar.

Siebzehn Jahre lang weigerte sich die medizinische Fakultät der Universität Tübingen, eine Verifikationsprüfung der Erkenntnisse von Hamer vorzu- nehmen. Nun ist sie im Ausland erfolgt. Und wie von Hamer immer wieder behauptet, lassen sich seine Erkenntnisse an jedem Krebspatienten nachvollziehen.

Man macht es sich zu leicht, ihn als metierfremden Querdenker abzu- stempeln, denn Hamer war jahrelang Internist an der Universitätsklinik Tübingen, ab 1981 Oberarzt der zur Universitätsklinik München gehören- den Krebsklinik. Er erfand etliche sinnvolle medizinische Geräte, so ein Skalpell, mit dem plastische Operationen ohne Blutungen durchgeführt werden können und ein Gerät zur transkutanen Serumdiagnostik.

Als er nach dem Tod seines Sohnes Dirk an Hodenkrebs erkrankte, suchte er nach einem Zusammenhang mit seiner seelischen Verfassung, befragte sämtliche Patienten in seiner Klinik nach ähnlichen Schocker- lebnissen und wurde ausnahmslos fündig. Nachdem er seine Erkenntnisse zum Gegenstand einer ärztlichen Diskussion machen wollte, stellte man ihn vor die Alternative, entweder abzuschwören oder die Klinik zu verlassen.

Während in den Massenmedien aber jeder Patient, der ihn einmal konsultiert hat und gestorben ist, als bösartige Fehlbehandlung des Scharlatans ausgelegt wird, sterben bei uns jedes Jahr hunderttausend und mehr Menschen wissenschaftlich anerkannt - trotz Chemotherapie, Bestrahlung und Chirurgie.

Bei Hamers Gerichtsverfahren mußten sogar die Sachverständigen und Staatsanwaltschaft zugeben, daß von den Patienten, die ihn konsultiert hatten, die meisten noch lebten, was sicherlich von den wenigsten Krebsärzten behauptet werden kann.

Die Schulmedizin muß zugeben, daß sie in den letzten Jahrzehnten im Grunde keine nennenswerte Verbesserung der Heilungsquoten bei Krebspatienten erreicht hat. Das System der modernen Onkologie ist zum Selbstläufer mit verfestigten und etablierten Strukturen geworden, das jede Konkurrenz energisch bekämpft.

(Auszüge aus einem Bericht von JO CONRAD)

Jo Conrad machte für den Offenen Kanal Bremen etliche Sendungen mit kontroversen Themen, schrieb die Bücher „Entwirrungen" und „Zusammenhänge" in denen er kritisch wissenschaftlich Anerkanntes, religiöse Dogmen und politische Interessengruppen hinterfragt. Getrieben von dem Wunsch, auf den Kern der Dinge zu kommen, gelingt es ihm, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzulegen und keine Scheu vor ketzerischem Denken zu haben.

(Verlag: Langenbruch, Lilienthal - 27726 Worpswede)